Infos Langfristgenehmigung

Seit Som­mer 2011 gibt es die Mög­lich­keit bei dau­er­haf­ten Behin­de­run­gen oder chro­ni­schen Erkran­kun­gen einer von den Kas­sen geneh­mig­ten län­ger­fris­ti­gen The­ra­pie. Vie­ler­orts haperte die Umset­zung. Es fehl­ten ver­bind­li­che Regeln für die kon­kre­ten Abläufe. Der Gemein­same Bun­des­aus­schuss bekam den Auf­trag, das Ver­fah­ren zu regeln. Mit einer zwei­ten Dia­gno­se­liste, ähn­lich der Pra­xis­be­son­der­hei­ten­samm­lung, wird der Kreis der Anspruchs­be­rech­tig­ten durch die wie­derum zwin­gende ICD-10-Kodierung bezeich­net. Lang­fris­tig geneh­migte Rezepte sind nicht Gegen­stand von Wirt­schaft­lich­keits­prü­fun­gen. Bei kor­rek­ter Angabe des des ICD-10-Schlüssels blei­ben die Leis­tun­gen bud­get­frei.

Kran­ken­kas­sen, die bei Ver­ord­nun­gen außer­halb des Regel­fal­les auf die Geneh­mi­gung ver­zich­tet haben, ver­lan­gen auch für län­ger­fris­tige Ver­ord­nun­gen kei­nen Antrag auf Geneh­mi­gung. Der Kas­sen­arzt stellt das Rezept mit dem ent­spre­chen­den ICD-10-Code aus. Die Behand­lung beim Phy­sio­the­ra­peu­ten, Logo­pä­den oder Ergo­the­ra­peu­ten kann sofort begin­nen, ohne wei­tere büro­kra­ti­sche Vor­be­rei­tun­gen.

Liste der auf Geneh­mi­gung ver­zich­ten­den Kas­sen

Grund­sätz­lich ist zu beach­ten:
Ent­spre­chend einer Ver­ord­nung außer­halb des Regel­falls muss für das Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren eine medi­zi­ni­sche Begrün­dung erfol­gen.
Lang­frist­be­hand­lung bedeu­tet, dass die The­ra­pie ohne Unter­bre­chung und neu­er­li­che Geneh­mi­gung erfol­gen kann. Gleich­wohl darf jede Ver­ord­nung den Zeit­raum von maxi­mal 12 Wochen nicht über­schrei­ten. Ein Besuch beim Arzt ist unab­ding­bar für das Aus­stel­len eines neuen Rezepts.

Über­gang
Am 1. Januar wer­den die neuen Ver­ord­nungblät­ter, mit der Mög­lich­keit, den ICD-10-Code anzu­brin­gen noch nicht zur Ver­fü­gung ste­hen. Ein hand­schrift­li­cher Ein­trag des Arz­tes reicht dann aus.

Hier kön­nen Sie Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Thema Lang­frist­ver­ord­nun­gen her­un­ter­la­den: